Laufende Vorgänge. "Irgendwann mußt du nach Biel" und andere literarische Texte über das Laufen. Geb., 182 S., illustriert, 14,30 €
"Irgendwann mußt du nach Biel. Bekenntnisse eines 100-km-Läufers, erstmals 1978 im Spiridon-Verlag erschienen, ist zum Klassiker der belletristischen Laufliteratur geworden. "Sonntags ,Irgendwann mußt du nach Biel' hat Schlagzeilen gemacht als bekanntestes und frühes Zeugnis einer eigenständigen belletristischen Laufliteratur und ist jetzt in dem Erzählband ,Laufende Vorgänge' enthalten. Der Titel ist zum geflügelten Wort einer ganzen Laufbewegung geworden: der Ultralauf-Bewegung." "Läufers Bücher-Kanon" in "Runner's World" 1/2008

Herausforderung Marathon. Reportagen, Erfahrungen, Ratschläge. 1988. Geb., 214 S., illustriert, 4,00 €

 Kann man ein fünfundzwanzig Jahre altes Laufbuch noch lesen, in dem auch von Laufveranstaltungen die Rede ist, die nicht mehr bestehen? Es gibt Gebrauchstexte, die über den aktuellen Anlaß hinaus Bestand haben. Was bewegt einen wohl, noch nach Jahrzehnten den Zeitkritiker Kurt Tucholsky zu lesen und den "Rasenden Reporter" Egon Erwin Kisch, Autoren, die dem Verfasser Vorbilder gewesen sind? Der Band beginnt mit der 1980 in GEO veröffentlichten Reportage (in engerer Wahl für den Kisch-Preis) über den New York City-Marathon, der wahrscheinlich ersten deutschsprachigen Bildreportage über den ältesten City-Marathon der Welt. Die Zahlen haben sich geändert, die Namen und Adressen, das Wesen dieses Laufereignisses nicht. Oder der GutsMuths-Rennsteiglauf - wer wissen will, wie es bei diesem größten Lauf in der einstigen DDR zuging, einem Lauf gegen den Widerstand der Sport-Oberen, kann es hier nachlesen. Die erste ganzseitige Zeitungsreportage über die 100 Kilometer von Biel, 1972 in der "Stuttgarter Zeitung" und später modifiziert in der "Zeit", ist hier der Vergänglichkeit entrissen. Sportberichte sind fast immer Erfolgsberichte - die Reportage über den Spartathlon nicht, und dabei sind mehr Läufer ausgeschieden als angekommen (auch der Autor hat es erst bei einem späteren Anlauf geschafft), Berlin und andere Stadtmarathons, Wien, Moskau, London, Tel Aviv, der Harz-Gebirgslauf und der erste Deutschlandlauf, Honolulu-Marathon - 19 Laufreportagen, bei denen das Rennen immer nur der Aufhänger für zeitlose Reflexionen oder geschichtliche Reminiszenzen war. Wo sonst wird man in einer Reportage über den noch ganz jungen Swiss Alpine auch von Petrarca lesen? In den heutigen Laufmagazinen findet man die "große" Laufreportage nicht mehr. Dieses klassische Reportagenbuch schärft den Blick für das Wesentliche im Marathon-Erlebnis.


Sport und Vollwerternährung. Vollwertig Sport treiben! Mit zahlreichen Erfahrungsberichten. Von Ilse Gutjahr (Hrsg.), Werner Sonntag und anderen. emu-Verlag, 2004. Kart., 246 S., illustriert, 16,80 €

Der Kampf gegen Doping wird so lange erfolglos bleiben, wie in der Gesellschaft nicht ein Anti-Doping-Klima herrscht. Die Doping-Mentalität, Leistungssteigerung durch Manipulation, wird gefördert durch den Markt der sogenannten Nahrungsergänzungsmittel. Eine vitalstoffreiche Vollwertkost macht sie überflüssig. Die Autoren dieses Bandes wenden die Erkenntnisse von Dr. Max-Otto Bruker, Dr. Max Bircher-Benner und Prof. Dr. Werner Kollath auf den Sport an. Vollwertige Ernährung ist auch und gerade für Sporttreibende die beste Basis-Ernährung. Schwieriger wird es bei der Wettkampfverpflegung in Ausdauer-Sportarten. Doch man kann auch 100 Kilometer mit Wasser und Tee und etwas Obst oder Brot laufen. Der Verzicht auf sogenannte Sportgetränke bewahrt auf jeden Fall vor Magen-Darm-Störungen, einem bei weitem unterschätzten Problem leistungsorientierter Läufer. Der Band eignet sich als Einstieg für Sportler, sich mit der Umstellung auf in ursprünglichem Sinne - nämlich nicht durch die Nahrungsmittelindustrie definierte -  vollwertige Ernährung zu befassen.